22.01.2024 — Michelle Bittroff. Quelle: Verlag Dashöfer GmbH.
Obwohl die Periode eigentlich das Normalste auf der Welt ist und die Hälfte der Weltbevölkerung etwa 40 Jahre ihres Lebens einmal im Monat blutet, ist sie in vielen Kulturen noch immer ein Tabuthema – auch in Deutschland wird sie mancherorts noch verschwiegen oder erhält Namen wie „Erdbeerwoche“ oder „Besuch von Tante Rosa“.
Allein in Deutschland hat fast ein Viertel der Mädchen und Frauen finanzielle Schwierigkeiten, sich ausreichend mit Binden und Tampons zu versorgen. Das geht aus einer Studie von Plan International hervor. Rund um den Globus gibt es weitere gravierende Einschränkungen für Menstruierende: Vor allem in Entwicklungsländern wie Uganda oder Ghana fehlt es an Zugang zu sanitären Anlagen, Hygieneartikeln oder sauberem Wasser. Darüber hinaus erschweren mangelnde Aufklärung, religiöse Vorbehalte und Mythen die Situation von Menstruierenden weltweit und können zu Benachteiligung und Ausgrenzung führen. Der Begriff, der diese Probleme zusammenfasst, heißt „Periodenarmut“.
Werfen wir einen Blick auf ausgewählte Länder aus vier verschiedenen Kontinenten, um zu sehen, wie weltweit mit dem Thema Menstruation umgegangen wird.
Frauen und Mädchen in Uganda haben oft keinen Zugang zu bezahlbaren Menstruationsartikeln. Eine Packung Damenbinden zum Beispiel kostet dort durchschnittlich zwei US-Dollar. Das ist mehr, als ein Drittel der Menschen dort am Tag verdient. Weil sich viele Mädchen und Frauen die Produkte nicht leisten können, verlassen sie während ihrer Periode nicht mehr das Haus und verpassen dadurch den Schulunterricht, können nicht zur Arbeit gehen oder müssen sich mit Notlösungen wie Blättern oder alten Stofflappen behelfen. Dadurch steigt das Infektionsrisiko.
In den ländlichen Gebieten Nepals ist es noch heute Tradition, menstruierende Frauen aus dem Haus zu verbannen. Sie müssen während ihrer Menstruation in kleine Holzhütten und dürfen weder Essen noch Trinken der Familie berühren oder Wasser aus dem Brunnen schöpfen, um sich zu waschen. In diesen kleinen Hütten sind die Frauen kaum vor Schlangen oder sexuellen Übergriffen geschützt. Eigentlich ist der Brauch seit 2018 verboten, aber der Glaube, dass es Unglück bringt, wenn man diese Tradition nicht mehr befolgt, hält sich hartnäckig.
In Venezuela kann eine Packung Einwegbinden für eine durchschnittliche Menstruation von ca. fünf Tagen 1 Dollar kosten, während der Mindestlohn bei etwa 5 Dollar pro Monat liegt.
Laut einem Bericht von Alianza ConEllas hat dies zur Folge, dass schätzungsweise 25 % der Frauen in Venezuela keine oder nur eingeschränkten Zugang zu Menstruationsprodukten haben. Aus diesem Grund müssen sie auf Alternativen wie abgelegte Kleidungsstücke, Pappe oder Toilettenpapier zurückgreifen.
Anders als in den zuvor genannten Ländern wird in Teilen Japans das erste Einsetzen der Menstruation, auch Menarche genannt, mit einem Festessen für die Menstruierende gefeiert. O-Sekihan, „Roter Reis“, wird als Mahlzeit für die ganze Familie serviert. Der Reis verdankt seinen Namen den roten Bohnen, mit denen er gekocht wird und die ihm seine typische Färbung verleihen.
Seit 2017 hat Schottland rund 27 Millionen Pfund (knapp 32 Millionen Euro) ausgegeben, um den Zugang zu Binden und Tampons an öffentlichen Orten zu verbessern. Ab dem 1. Januar 2021 gilt: Bildungs- sowie kommunale Einrichtungen müssen kostenlose Menstruationsprodukte zur Verfügung stellen. Ziel des Gesetzes ist die Bekämpfung der Periodenarmut.
Gleichzeitig zeigt sich auch Spanien fortschrittlich: Es ist das erste europäische Land, in dem Frauen „menstruationsfrei“ haben dürfen. Das im Sommer 2023 in Kraft getretene Gesetz zur Sexual- und Reproduktionsgesundheit erlaubt es, bei Menstruationsbeschwerden der Arbeit fernzubleiben. Um "menstruationsfrei" zu machen, benötigen Arbeitnehmerinnen in Spanien ein ärztliches Attest. Die Kosten trägt der Staat.
Und in Deutschland ist das Menstruieren endlich kein Luxus mehr! Seit der Senkung der so genannten "Tamponsteuer" im Jahr 2020 zahlen deutsche Verbraucher:innen auf Monatshygieneartikel wie Binden, Tampons oder Menstruationstassen nur noch sieben statt 19 % Mehrwertsteuer. Das Ende der Luxussteuer ist damit ein Schritt in die richtige Richtung und gegen Periodenarmut.
Der Weltmenstruationstag, der jedes Jahr am 28. Mai stattfindet, möchte auf das Problem der Periodenarmut aufmerksam machen. Es geht darum, die Probleme aufzuzeigen, mit denen viele Menstruierende weltweit konfrontiert sind, wie z. B. die Tabuisierung und Stigmatisierung der Menstruation, überteuerte Hygieneartikel oder fehlender Zugang zu sanitären Einrichtungen.
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Menstruation betrifft alle Menschen, die über die dafür notwendigen Organe und Hormone verfügen: Das schließt auch einige Mitglieder der trans Community ein, zum Beispiel trans Männer oder nicht-binäre Menschen. Für diese Menschen ist die Menstruation oft mit großem Unbehagen verbunden, da die Blutung im Konflikt mit ihrer Geschlechtsidentität steht. Dies kann zu einer Vielzahl von physischen oder psychischen Reaktionen führen.
Hinzu kommt, dass sich Menstruationsprodukte an Mädchen und Frauen richten: Entsprechende Hygieneartikel sind nur in Frauentoiletten zu finden, Menstruationsprodukte sind in Design und Vermarktung häufig „weiblich“ konnotiert. Menstruierende Männer werden dabei nicht berücksichtigt.
Aufklärung ist hier das Stichwort, denn es bleibt noch viel zu tun, bis wirklich alle Menschen den sicheren und sorglosen Zugang zu Menstruationshygiene und -gesundheit haben, den sie benötigen.
Grundsätzlich muss sich also in der Gesellschaft die Art und Weise ändern, wie über Menstruation gesprochen wird. Nur so können Tabuisierung und Stigmatisierung abgebaut werden.
Bild: Alexander Suhorucov (Pexels, Pexels Lizenz)
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