25.03.2025 — Online-Redaktion Verlag Dashöfer. Quelle: Allianz Trade.
Weltweit erwartet Allianz Trade nach einem Anstieg um 10 % im Jahr 2024 einen weiteren Zuwachs der Pleiten um 6 % (bisher 3 %) im Jahr 2025 und nochmals 3 % im kommenden Jahr. Das wäre der fünfte Anstieg in Folge (2022-2026).
Auch für Deutschland haben sich laut aktuellem Insolvenzreport die Aussichten weiter verschlechtert: Nach einem deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen auf +22 % im vergangenen Jahr prognostizieren die Volkswirte von Allianz Trade für 2025 eine weitere Zunahme um +10 % auf rund 24.300 Fälle, gefolgt von einem moderaten weiteren Anstieg der Insolvenzfälle um +2 % im Jahr 2026. Hauptursachen sind strukturelle Herausforderungen wie Wettbewerbsfähigkeit und die grüne Transformation sowie Unsicherheiten bei Handelszöllen.
In diesem Kontext könnte das neue fiskalische Paket der Union und SPD eine entscheidende Rolle spielen. Mit einem EUR 500 Milliarden Infrastrukturfonds und der Lockerung der Schuldenbremse bietet das Paket die Möglichkeit, finanzielle Spielräume zu schaffen und der deutschen Wirtschaft neue Impulse zu geben. Aber ohne strukturelle Reformen, werden auch diese Maßnahmen nicht helfen, die strukturellen Herausforderungen zu adressieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
„Die deutsche Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen“, sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Das fiskalische Paket der Union und SPD könnte dabei helfen, die wirtschaftlichen Strukturen zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern – und damit auch die Insolvenzzahlen wieder zu verringern. Dennoch bleiben die Risiken hoch, insbesondere bei einem eskalierenden Handelskonflikt, der die Unternehmensinsolvenzen allein im Zeitraum 2025 bis 2026 um weitere 1.000 Fälle steigen lassen könnte. Deutsche Unternehmen sind besorgt über die Entwicklungen in wichtigen Exportmärkten, wo Zahlungsausfälle und Pleiten auf dem Vormarsch sind. Es ist entscheidend, dass dringend notwendige Reformen in Bereichen wie Dekarbonisierung und Innovation angegangen werden, um zukünftiges Wachstum zu sichern.
Auch weltweit zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Insolvenzen steigen nach den jüngsten Entwicklungen mit 6 % stärker an als zunächst erwartet (Prognose Oktober 2024: 3 %). Das Plus ist vor allem getrieben durch die erwartete Entwicklung in den USA (2025: +11 %, 2026: +6 %) und Asien (2025: +5 %, 2026: +6 %).
„Wir erwarten, dass die weltweiten Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025 um +6 % und im Jahr 2026 um +3 % zunehmen werden“, sagt Aylin Somersan Coqui, CEO von Allianz Trade.
Diese Aufwärtskorrektur ist auf die verzögerte Lockerung der Zinssätze, die erhöhte Unsicherheit und die schwache Nachfrage zurückzuführen. Relativ hohe Zinssätze könnten Sektoren und Unternehmen mit hohem Verschuldungsgrad sowie solche, die mit besonderen Herausforderungen bei der Finanzierung konfrontiert sind – wie der grüne Wandel, der KI-Wettbewerb oder Reibungen in der Lieferkette – belasten. Gleichzeitig könnte eine anhaltende Unsicherheit dazu führen, dass Unternehmen abwarten und sich zurückhalten, was zu einer geringeren Aktivität zum Nachteil bereits angeschlagener Unternehmen führt. Inzwischen gibt es auch andere Risikofaktoren, wie die anhaltende wirtschaftliche Dynamik und die Aufarbeitung des Insolvenzrückstands nach der Covid-Krise. Das Geschäftsumfeld war selten so komplex und volatil, und Unternehmen sollten wachsam bleiben, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu vermeiden.
Die Ausweitung der Kreditvergabe kann dazu beitragen, Unternehmensinsolvenzen zu reduzieren: Unternehmen wird Liquidität zur Verfügung gestellt, um ihre bestehenden Verbindlichkeiten zu refinanzieren, den Betrieb aufrechtzuerhalten und in Wachstum zu investieren, was sonst gerade in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge schwierig ist. Obwohl Allianz Trade erwartet, dass die Zinssätze sowohl in Europa als auch in den USA sinken werden, könnten inflationsbedingte Risiken, insbesondere in den USA, Zinssenkungen gefährden. Sollten die Kreditkosten steigen und den Zugang zu Krediten erschweren, könnte dies zu einer Verlangsamung des Kreditwachstums, einer Verschärfung der finanziellen Bedingungen und einem erhöhten Ausfallrisiko für stark verschuldete Unternehmen führen. Schätzungen von Allianz Trade legen nahe, dass ein Rückgang des Kreditwachstums um 1 % in den nächsten drei Monaten zu einem Anstieg der Insolvenzen um etwa +3 % in den USA, +0,4 % in Deutschland, +1 % im Vereinigten Königreich und +2 % in Frankreich führt.
Das größte Aufwärtsrisiko für Insolvenzen ist laut Allianz Trade jedoch der drohende Handelskrieg: „Unsere Insolvenzprognose könnte sich verschlechtern, wenn die europäische Wirtschaft schwächer als erwartet abschneidet, die Dynamik nachlässt, die Widerstandsfähigkeit in der APAC-Region schwächer ist, der Gegenwind aus China stärker wird und sich die Aussichten für die USA weiter verschlechtern“, sagt Maxime Lemerle, Leiter der Insolvenzforschung bei Allianz Trade. „Auch geopolitische Risiken durch die anhaltenden Konflikte zwischen der Ukraine und Russland sowie im Nahen Osten, den Spannungen im Südchinesischen Meer und der politischen Unsicherheit in Bezug auf Taiwan der Auslöser für weitere Turbulenzen sein. Ein ausgewachsener Handelskrieg würde unsere Insolvenzprognose um weitere +2,1 Prozentpunkte und +4,8 Prozentpunkte erhöhen, was bedeutet, dass die weltweiten Unternehmensinsolvenzen in den Jahren 2025 und 2026 um +7,8 % bzw. +8,3 % steigen würden. Für 2025-2026 würde dies +6.800 zusätzliche Fälle in den USA und +9.100 in Westeuropa bedeuten.“
Bild: Arturo A (Pexels, Pexels Lizenz)
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